Über mich

Dr. Holger Scheib

Chemiker, Unternehmer, Lehrer und Autor.

Wer ich bin

Ich bin Chemiker, genauer ein Computational Chemist. Ich untersuche am Rechner, wie Proteine und kleine Moleküle im Körper wirken, bis hin zu ihren toxischen Mechanismen. Zwanzig Jahre lang war das meine Arbeit in der Forschung, in der Industrie und im Hörsaal. Und sie ist es im Kern bis heute geblieben. Ich will wissen, was ein Stoff wirklich tut.

Ich bin kein Influencer. Ich bin Chemiker. Meine Mission ist im Grunde einfach: Was wird behauptet und was ist tatsächlich wissenschaftlich belegt? Dabei geht es mir nicht nur um harte Fakten. Mich interessieren ebenso der Einzelfall, die neue Spur und der vielleicht umstrittene Denkansatz.

Irgendwann reichte mir das Erklären allein nicht mehr. Ich wollte, dass aus meinem Wissen etwas wird, das im Alltag ankommt: ein Produkt, eine App, ein Buch. Dabei bin ich Wissenschaftler geblieben und auch mein Qualitätsmaßstab ist derselbe. Geändert hat sich nur das Gebiet, auf das ich ihn anwende.

Dr. Holger Scheib am Lido di Venezia, im Hintergrund Venedig im Abendlicht.

Wissenschaft

Wo ich gelernt habe, Belege zu lesen

Promoviert habe ich an der Universität Stuttgart, den Master of Science machte ich an der University of Cincinnati, das Lehrdiplom in Zürich. Danach forschte ich zwei Jahrzehnte an der Schnittstelle von Chemie, Biologie und Informatik. Dabei untersuchte ich eine ganze Reihe biochemischer Prozesse, von der Struktur der Natriumkanäle bis zur Evolution ganzer Giftsysteme.

Gearbeitet habe ich bei GlaxoSmithKline in Genf und am Nestlé Research Center, wo ich die Computational Molecular Sciences verantwortete. Davor war ich Head Structural Bioinformatics an der Universität Genf und Senior Scientist am Swiss Institute of Bioinformatics. Der University of Queensland bin ich als Honorary Associate Professor bis heute verbunden, und seit 2008 unterrichte ich Chemie an der Kantonsschule Solothurn.

Dr. Holger Scheib unterrichtet Chemie an der Wandtafel eines Schulzimmers.

Zwei Highlights

Zwei Arbeiten, auf die ich besonders stolz bin

Nature · 2006

Die wichtigste Frage, die mich als Wissenschaftler umgetrieben hat, war, wann es der Natur einfiel, Gift für die Jagd und zur Verteidigung zu verwenden. Seit Jahrzehnten war bekannt, dass moderne Schlangen und ihre entfernten Verwandten, die Echsen, giftig sind. Beide Gruppen, Schlangen wie Echsen, gehören zur Ordnung der Schuppenkriechtiere. Da sich ihre Linien vor vielen Millionen Jahren trennten, ging die Wissenschaft lange davon aus, dass es sich bei der Giftigkeit um eine sogenannte konvergente Evolution handelt, ähnlich wie beim Auge der Säugetiere und Tintenfische. Konvergente Evolution bedeutet, dass die Natur auf völlig getrennten Wegen zweimal zu einer sehr ähnlichen Lösung kommt.

In dieser Arbeit beschreiben wir das Gegenteil und verschieben die Evolutionsgeschichte um mindestens 100 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Das für unsere Welt grundlegende und gefürchtete Prinzip der Giftigkeit bei Reptilien muss auf einen gemeinsamen und längst ausgestorbenen Urahnen zurückgehen. Zu ähnlich sind sich die Giftcocktails von Schlangen und Echsen.

Diese Arbeit war aus mehreren Gründen bahnbrechend. Für mich am faszinierendsten ist jedoch der Gedanke, dass wir uns zum diskutierten Zeitpunkt vor rund 200 Millionen Jahren in der Ära der Dinosaurier bewegen …

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PNAS · 2009

Über den Komodowaran hielt sich lange eine schaurige Geschichte. Er töte seine Beute mit einem Maul voller Bakterien, an deren Infektion sie langsam zugrunde gehe. Wir haben nachgemessen und die Geschichte ins Reich der Fabel verwiesen. In Wahrheit trägt der größte lebende Waran, wie Schlangen und andere Echsen, echtes Gift in sich, das die Blutgerinnung ausschaltet und den Kreislauf in Schock versetzt. In dieser Arbeit besprechen wir darüber hinaus den größten ausgestorbenen Verwandten des Komodowarans. Megalania wurde ca. fünf Meter lang und wog mehrere Hundert Kilogramm. Damit war er wohl das größte Gifttier, das die Erde je gesehen hat.

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Publikationen

Ausgewählte eigene Arbeiten

Übersichtsarbeiten

Unternehmen

Wenn aus Wissen Produkte werden

Dr. Holger Scheib prüft an der Laborbank ein Serum in einer Braunglasflasche gegen das Licht.

CuraCap

Ich bin Gründer und Geschäftsführer von CuraCap, wo wir Seren für deine Haare und Kopfhaut entwickeln und dabei einen völlig anderen Ansatz verfolgen als der große Rest der Beauty-Industrie. Bei uns ist nämlich weniger mehr. Wir konzentrieren uns auf wenige, hochreine und hochdosierte natürliche Inhaltsstoffe und verzichten gleichzeitig auf alles, was dir potentiell unangenehm werden könnte. Wir setzen dabei an der Kopfhaut an, nicht am Haar. Haar ist totes Keratin, die Kopfhaut hingegen lebendes Gewebe. Und behandeln lässt sich nur, was lebt. Hier schreibe ich als Chemiker über Inhaltsstoffe und biochemische Zusammenhänge, über unsere Haarseren und deren Wirkung rede ich drüben.

curacap.biz
Dr. Holger Scheib bespricht am Küchentisch mit einem Freund etwas auf dem Smartphone.

Naviyara

Zusammen mit meinem Freund Stefan baue ich Naviyara, eine Ernährungs- und Shopping-App, die dir hilft, deine Ernährung und Körperpflege zu verstehen und zu verbessern. Sie liefert dir die Daten, die du brauchst, und begleitet dich dabei, bewusste Konsumentscheidungen zu treffen. Vom Supermarkt über den Teller bis ins Badezimmer. Was in die App kommt, muss derselben Qualitätsprüfung standhalten wie alles, was ich hier schreibe. Denn wir wollen, dass du durch Naviyara so viel lernst, dass du unsere App irgendwann löschen kannst.

naviyara.com
Dr. Holger Scheib schreibt an einem Holztisch, daneben ein Laptop und eine Tasse Tee.

Buch

Bis in die Haarspitzen gesund

Haarausfall und Kopfhautprobleme verstehen, vorbeugen und behandeln

Rund um Haare und Kopfhaut wird viel geredet, viel versprochen und viel verkauft. Ich will dir dabei helfen, dass du dich in diesem Dschungel zurechtfindest.

Leseprobe

Trotz seines immensen Ehrgeizes, seines politischen und militärischen Talents und seiner auf dem Höhepunkt nahezu unbeschränkten Machtfülle, konnte Julius Caesar einen Aspekt seines Lebens nicht kontrollieren: Seinen Haarausfall. Sueton berichtet in seinen um 121 nach Christus erschienenen „Kaiserbiographien“ von Caesars teilweiser Kahlheit. Aus Verlegenheit kämmte Caesar seine verbliebenen Haare nach vorne und von der Seite über den Scheitel, um die kahlen Stellen zu verbergen. Haarausfall und die damit einhergehenden psychischen Belastungen sind also so alt wie die menschliche Zivilisation und können jeden treffen.
Aus dem Vorwort
Christine Scheib, Entwicklerin der FACE-Methode®, Porträt.

An meiner Seite

Die starke Frau neben und hinter mir

Meine Frau Christine arbeitet an und mit Gesichtern, während ich mich mit dem beschäftige, was in unseren Körper gelangt. Christine ist die Entwicklerin der FACE-Methode® und Gründerin des FACE-Instituts. Die FACE-Methode® ist gezieltes und natürliches Gesichtsmuskeltraining, das individuell auf dein Gesicht abgestimmt ist und ganz ohne Spritzen und Operationen auskommt. Wir interessieren uns beide für Ernährung und die biochemischen wie physiologischen Hintergründe von Gesundheit und Schönheit. Und trotz der unübersehbaren Synergien, die wir täglich nutzen, bleibt jeder Experte auf seinem eigenen Gebiet.

Christines Arbeit ansehen

Begleite mich

Am Ende soll dir mein Wissen in deinem Alltag nützen. In meinen Blog-Artikeln nehme ich mich einzelner Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Alltagsprodukten an und untersuche deren Wirkung auf unseren Körper. Damit du selbst entscheiden kannst, was du an und in deinen Körper lässt.

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